Montag, 31. August

Heute ging alles ganz gemütlich, denn wir mussten ja nur zur Bushaltestelle und sind nach einem gemütlichen Frühstück erst um 8.50 Uhr aufgebrochen. Etwa 800 m Abstieg durch das Vescovà-Tal.
Wir hatten uns doch ein wenig mit der Strecke bzw. der Zeit versch├Ątzt wie weit es nun wirklich bis ins Cordevole-Tal ist und mussten zum Ende noch auf der Stra├če in einem sehr erh├Âhten Tempo bis zur Haltestelle laufen und haben wirklich auf die letzte Minute den Bus nach Belluno gerade noch erwischt.

Verabredungsgem├Ą├č buchten wir im Hotel Astor ein Zimmer und erfuhren bei dieser Gelegenheit, dass Reinhold und Markus und auch Hans bereits eingetroffen waren. Erleichtert begr├╝├čten wir uns und waren froh, dass alle wohlbehalten und munter waren.

Reinhold und Markus erz├Ąhlten dann wie es ihnen weiter ergangen ist.

Reinhold schrieb dann in mein kleines Reisetagebuch:
Nachdem Deves und Eleonore Richtung Bianchet abgestiegen waren, gingen Markus und ich Richtung der Marmol Via Ferrata. (Anm. Via Ferrata = Eisenweg = Klettersteig).
Wir querten unterhalb des Gipfels den Berg und gelangten mit einer wenig gesicherten Kletterei zu einer Biwakschachtel. Wir trugen uns im ÔÇ×SchachtelbuchÔÇť ein und setzten unseren Abstieg zur 7.Alpini-H├╝tte fort. Die gesamte Via Ferrata war schwierig; ├╝ber Seile, Stahlstifte, ausgesetzte Querungen und Leitern, die durch Ger├Âllfelder unterbrochen waren, brachten wir in gut 2 Stunden 600 H├Âhenmeter hinter uns.
Am Ende des Steiges sch├╝ttelten wir uns die H├Ąnde und stellten einstimmig fest, dass der Weg ohne Sicherung und mit dem schweren Rucksack ein leichtsinniges Unterfangen war.
Ich war so geschafft, dass ich nach einem Bier und ┬╝ Liter Wein betrunken ins Bett ging.
Trotzdem: ÔÇ×Ein sch├Âner Tag war zu EndeÔÇť.

Auch die diversen Einzelheiten, die ich dann noch von diesem Weg von den beiden erfuhr, best├Ątigten im Nachhinein, dass die Entscheidung f├╝r meine Umkehr vollkommen richtig war, denn diese Wand h├Ątte ich nie und nimmer durchsteigen k├Ânnen.

Wir sa├čen gem├╝tlich auf der Terrasse des Hotels und verarbeiteten unsere Erlebnisse.

und abends gingen wir nat├╝rlich auch noch ganz gem├╝tlich essen.

Zu unserer ├ťberraschung trafen wir auch wieder Herrn Grassler in diesem Hotel.
Er gab uns zwei Topo-Karten f├╝r unseren weiteren Weg, denn nun gab es nicht mehr die gewohnten Markierungen und wir mussten unbedingt ein genaues Kartenstudium betreiben.

Dienstag, 1. September

Heute war ein ereignisloser Pausentag, den wir mit s├╝├čem Nichtstun, einem Stadtbummel, Drinks und leckerem Essen verbrachten.