Hier sieht man schon unser heutiges Etappenziel, Rifugio Carestiatio.

Aber wie das in den Bergen so ist, man kann die Entfernung sehr schwer schätzen, man weiß ja nicht ob es hinter dem nächsten Berg oder der
nächsten Kehre vielleicht erst mal runter geht, oder ob es einen sehr tiefen Einschnitt in den Berg gibt und so dauert es doch noch eine ganze Weile,
aber so langsam kommt sie dann doch immer näher

Geschafft!

Heute endlich schreiben wir die Karten an unsere Stammtischrunde. Wir haben uns da was Besonderes ausgedacht, und zwar haben wir acht
Postkarten waagerecht nebeneinander gelegt, allerdings so, dass das Adressfeld verdeckt war, also überlappend. Wir fingen mit dem Text auf der
linken Karte oben links an und schrieben waagerecht weiter über alle 8 Karten. Jeder von uns schrieb irgendetwas witziges, auch Jutta und Michael beteiligten sich. Deves schrieb in Italienisch. Wir haben uns kringelig gelacht, während wir die Texte verfassten und weil wir uns die Gesichter
vorstellten, wenn unsere Freunde die Karte aus dem Briefkasten holen und lesen. Natürlich hat jeder einzelne nur sinnlose Satzfragmente und kann
nichts verstehen. Nur wenn sie sich treffen, die Karten mitbringen und richtig nebeneinander legen können sie den Text lesen. *lol* Leider hat einer
die Karte zerrissen, alle anderen dachten sich schon so etwas und brachten sie zum Stammtisch mit. Na ja, er war und ist halt eine trübe Tasse.
Aber sie konnten den Inhalt auch trotz der fehlenden Karte mit ein wenig Phantasie entziffern.


Hier auf der Hütte gab es gaaaaaaaaanz tolle Hirtenmaccheroni, die waren so was von lecker, ich schmecke sie noch heute.

Abends hatten wir noch eine wunderschöne Stimmung.

Unser Zimmer war eher eine Kammer und auch standen dort sehr vorsintflutliche Betten, wir lagen auf einem Drahtgeflecht. Aber wie eigentlich
auf jeder Hütte, saubere Laken. Wider Erwarten haben wir sehr gut geschlafen.