Mittwoch, 2. September

Markus hat Geburtstag. Beim FrĂĽhstĂĽck in der Bar lassen wir ihn hochleben

und dann machen wir uns auch bald auf den Weg.
Heute ist die „Übersteigung“ des Col Visentin (1764 m) unsere Aufgabe. Da das erste Wegstück auf Asphalt zu bewältigen gewesen wäre, wollten
wir mit dem Bus bis Nevegal fahren.
Erster Frust: ab dem 1. September fährt dieser Bus nicht mehr, was machen wir, wir nehmen 2 Taxis.
Etwas Glück haben wir dann, der Lift fährt schon ab 9 Uhr und wir müssen nicht so lange warten.

Zweiter Frust: Oben angekommen herrschte rundherum nur dicker Nebel. Wir setzten uns in Richtung Gipfel in Bewegung und mit jedem Schritt
schwand unsere Hoffnung, beim Blick in Richtung Norden die Dolomiten und in südliche Richtung Venedig sehen zu können.

Alle guten (wohl auch die schlechten) Dinge sind drei, also folgte auch der dritte Frust.
Der äußerst langweilige „Abstieg“ führte über eine breite Schotterstraße und im weiteren Verlauf sogar nur noch über Asphalt. Sch……….
Wir waren nur am meckern und am schwitzen und plötzlich drückten die Rucksäcke, die wir in den Bergen gar nicht mehr so sehr gespürt haben.

Irgendwann erreichten wir dann den kleinen Ort Revine Lago.

Wir merkten sofort den krassen Unterschied , wir waren nicht mehr in den Bergen. Im ersten Hotel lieĂźen wir uns im Garten nieder um etwas zu
trinken und wir wollten auch dort ĂĽbernachten. Bei einem Reservierungsversuch bekamen wir so von oben herab die Auskunft, dass kein Zimmer
frei sei. Es wehte ein anderer Wind.
Irgendwie war das kein schöner Tag, denn es war überhaupt nicht klar, ob es in diesem kleinen Ort noch eine weitere Möglichkeit gab, für unsere
müden Häupter ein Bett zu finden.

Aber nun endlich war das Glück wieder auf unserer Seite, wir entdeckten eine kleine Kneipe „Mira Lago“ und dort konnten wir auch übernachten.

Endlich kommen einmal unsere anhänglichen Begleiter richtig ins Bild.


Zunächst war der Wirt ziemlich muffig, wir waren die einzigen Gäste und stellten uns schon auf einen eher ungemütlichen Abend ein. Aber der Tag
sollte viel schöner enden als er wegen der ansonsten blöden Wegstrecke begann.

Wir wurden mit einem total leckeren Essen bewirtet, später spendierte uns der Wirt mehrere seiner leckeren Grappa-Spezialitäten und setzte sich
noch zu uns an den Tisch. Es war ein wirklich lustiger und schöner Tagesabschluss.

Allerdings war die Nacht alles andere als erholsam, wir haben sehr schlecht geschlafen. Ab 1.30 Uhr bellte ein Hund der sich nicht beruhigen wollte,
dann hörten wir die Kühlung die ständig lief, das ferne Gewitter und es war drückend warm.