Mittwoch, den 26. August

Wie bei einigen anderen Etappen, so auch heute, gab es zwei Möglichkeiten weiter zu wandern. Ursprünglich wollten wir über den Marmolada-Gletscher gehen, was aber bei diesem unsicheren Wetter nicht ratsam war. Wir studierten lange die Karten und fanden trotzdem die Alternativstrecke nicht (vielleicht wurde hier eine neue Straße gebaut, zumindest vermuteten wir das, denn der Weg sollte genau dort verlaufen wo wir standen).

Wir gingen dann auch ein ganzes Stück auf dieser Straße entlang, immer in der Hoffnung irgendwo dann doch einen Abzweig zu finden, aber nichts.
Das kann es wohl jetzt nicht sein, dachten wir uns und fuhren kurz entschlossen mit einem Bus zu unserem heutigen Etappenziel, nach Alleghe am Alleghesee.
Wenn man sich den See anschaute, konnte man auch hier die Nachwehen des Unwetters erkennen, der See war voll mit Treibgut und total schlammig, auch war der Wasserstand viel zu hoch.

Wir nahmen Quartier im Hotel Adriana, Reinhold, Jutta und Michael gingen weiter und fanden im Hotel Savoia noch Platz, dort wäre auch für uns
noch ein Zimmer gewesen. Na ja, jetzt waren wir hier.

Machen wir also heute unseren Pausentag, der ohnehin für Alleghe vorgesehen war.

Abendessen im Hotel Savoia. Im Vordergrund Markus und Hans, auch zwei Venedigwanderer, die wir schon ein paar Mal getroffen haben. Die beiden haben diese Tour auf zwei Jahre verteilt, weil sie einfach nicht so lange Urlaub haben. Im ersten Jahr wanderten sie von München bis Lüsen und in
diesem Jahr sollte es von Lüsen bis Venedig gehen.
Wir hatten da mehr Glück, Reinhold war mit seinem Studium fertig und konnte sich das vor dem Eintritt ins Berufsleben noch genehmigen. Jutta und Michael waren Lehrer und wir beide waren selbständig und konnten uns das mit guten Vertretungen arrangieren.