Dienstag, 18. August

Wir verbrachten eine sehr unruhige Nacht, denn die lieben K├╝he mit ihren wundersch├Ân klingenden Glocken, haben keinen besseren Platz f├╝r ihr Wiederk├Ąuen gefunden als vor unserem Fenster.

 Vor der H├╝tte ziehen wir unsere Schuhe an, Deves ist damit schon fertig und ich bin gerade noch damit besch├Ąftigt.  Reinhold gesellte sich mit seinen Schuhen zu uns und wunderte sich, dass seine Schuhe heute so eng und anscheinend auch etwas kurz sind. Hm, Deves wiederum wunderte sich, dass er heute so viel Platz darin hat. Gro├čes Gel├Ąchter am fr├╝hen Morgen, na klar er hatte Reinholds Schuhe an den F├╝├čen. Dazu mu├č ich nat├╝rlich erw├Ąhnen, dass wir alle drei den gleichen Schuh gekauft haben, denn der wurde uns von einem Verk├Ąufer w├Ąrmstens empfohlen. Schon beim Kauf und Probelaufen im Gesch├Ąft hatten wir ein tolles Schuhgef├╝hl, wirklich sehr bequem und passend. Keiner von uns hatte den Kauf bereut.

Ich bekam noch einen geh├Ârigen Schreck als mir die Kamera aus den H├Ąnden rutschte, es fuhr mir direkt in den Magen. Zum Gl├╝ck war nur der Batteriefachdeckel kaputt, den klebte ich dann mit Hansaplast fest.

 So weiter gehtÔÇÖs, dieser  Morgen bescherte uns ein sehr spannendes Wetter. Deves pr├╝fte einen Grasb├╝schel, er war trocken und das gefiel ihm gar nicht, denn das ist kein gutes Zeichen

Wir turnten von Stein zu Stein ├╝ber wildes, den Berg herunterrauschendes Schmelzwasser, weiter ├╝ber  Schneefelder und Fels und Stein immer weiter der Scharte entgegen und die Wolken stiegen in rasantem Tempo hinter uns her.

An der Friesenbergscharte angekommen wechselten wir ein paar Worte mit zwei Wanderern, die dort oben Rast machten. Deves trieb uns weiter, ihm gefiel das Wetter gar nicht, zumal wir einen etwas prickelnden Abstieg vor uns hatten (am Ende dieses Abstiegs dort, liegen noch heute meine Handschuhe *grins*

Und er hatte ja so Recht,  kaum dass wir in dem kleinen Friesenberghaus angekommen waren ging auch schon ein heftiges Gewitter los und es goss in Str├Âmen.

Durch die exponierte und ung├╝nstige Lage wird diese H├╝tte ausschlie├člich mit dem Hubschrauber aus der Luft mit Material und Nahrungsmitteln versorgt, denn der Hubschrauber kann dort nirgendwo aufsetzen.

Nach einer l├Ąngeren E├č-, Trink- und M├Ąxchenpause (W├╝rfelspiel) verzog sich das Gewitter, der Regen lie├č nach und wir konnten unsere Tagesetappe leicht beschwingt durch ein (oder waren es mehr?) Gl├Ąschen Rotwein fortsetzen, die bis zur Dominkush├╝tte ging. Diese ÔÇ×H├╝tteÔÇť ist schon eher ein Gasthaus und liegt am Schlegeisspeicher, man erreicht sie auch mit dem Auto.

Doch vor dem Lohn kommt die Arbeit. Durch den heftigen Regen war ein kleiner Bach zu einem rei├čenden Gebirgsbach mutiert und den mussten wir ├╝berqueren. Nat├╝rlich gab es keinen Steg, der war im Normalfall auch nicht notwendig. Also haben meine beiden Jungs mit pfadfinderischer Leistung eine Stelle gesucht und gefunden, an der man diese tosenden Wasser ├╝berqueren konnte. War auch sehr spannend.

Wir kamen gut in der Dominikush├╝tte an. Hier gab es Duschen  und die wollte ich gerne benutzen, zahlte auch extra daf├╝r. Das war keine Dusche - das war ein d├╝nnes Rinnsal was da aus dem Brausekopf kam, ich musste immer hin und her springen, damit  ich ├╝berhaupt nass wurde *lach* und dass obwohl ich nun wirklich kein Strich in der Landschaft bin.