Montag, 17. August

Der nächste Morgen bescherte uns ein phantastisches Wetter, strahlend blauer Himmel.

Nach einer erholsamen Nacht ging es am nächsten Morgen gestärkt und frohen Mutes weiter. Wir hatten für die Nacht ein Lager mit etwa 40 Schlafplätzen
für uns alleine, denn wir waren recht spät an der Hütte, so daß die Betten in den Zimmern schon alle belegt waren, aber wir hatten Glück, es kamen keine weiteren Wanderer zu uns.

Ein heißer Tag und ein anstrengender Aufstieg sollte  vor uns liegen, aber immer wieder wurden wir mit wunderschöner Aussicht belohnt.

Meine beiden "Jungs" schlitterten über das Schneefeld den Hang hinab, ich traute mich das nicht und entschied mich deshalb lieber für den steinigen
Weg.

Und dann?  Na klar es ging wieder aufwärts, so ist das nun einmal mit  den Bergen.

Eine der Hauptbeschäftigungen auf einer solchen Tour ist auch das an- und ausziehen, einmal ist es frisch oder windig, dann ist es wieder heiß.

Den ganzen Vormittag drehten sich meine Gedanken um eine  Bemerkung in Ludwig Grasslers Buch, wo er einen ausgesetzten Wiesengrad erwähnte, der steil  und bei Regen nicht begangen werden sollte.

Nach der Scharte erwartete uns dann dieser schmale Weg an einem wirklich sehr steilen Grashang. Ganz sicher hätte man diesen Weg bei Regen auf keinen Fall gehen können, aber es lachte nur die Sonne vom Himmel. Mir wurde zwar ziemlich mulmig als ich den Weg erblickte, aber es ging dann doch ganz gut.

und immer wieder die herrlichen Aussichten

Über weiche Wiesen, vorbei an kleinen Restschneefeldern und kleinen Wasserfällen ging es weiter zur Tuxer-Jochhütte. Dort trafen wir auch wieder Jutta
und Michael.

Unsere Kammer. Die Betten bzw. die Matratzen waren eine Katastrophe, man spürte jede Sprungfeder.

Waschen, geschweige denn duschen war nicht möglich, die sanitären Anlagen wurden gerade umgebaut.

Wenigstens funktionierten die Toiletten. Für eine notdürftige Reinigung hatten wir eine Kanne und eine Waschschüssel auf dem Zimmer.