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Sonntag, 9. August
Oje, das letzte Bier gestern Abend war wohl schlecht!
Das Frühstück und der Kaffee weckte allerdings unsere Lebensgeister wieder und wir konnten starten. Bei zunächst bedecktem Himmel, der allerdings bald aufheiterte wanderten wir auf noch immer ebener Strecke gut gelaunt nach Lenggries.

Dort nahmen wir die Gondel nach Brauneck hoch und machten jetzt unsere Mittagsrast. Urplötzlich zogen schwere schwarze Wolken auf und es begann heftig zu regnen. Davon ließen wir uns aber nicht die Laune verderben und wanderten tapfer weiter.

Wir irrten ein wenig umher und fanden nicht den im Buch vorgeschlagenen Weg. Unversehens gerieten wir auf den schwierigeren, der über die sogenannten Achselköpfe führte. Dieser Weg war nur noch ein Pfad und sehr ausgesetzt und teilweise mit Seilen gesichert, durch den Regen auch noch rutschig. Ich war froh, dass ich durch die Wolken und den dichten Nebel nicht in die Tiefe schauen konnte und kletterte deshalb recht unbedarft über die Felsen. Ein Jahr später erfuhr ich von Reinhold dann, der noch einmal, aber bei schönem Wetter in dieser Gegend war, dass dieser Steig nicht ungefährlich ist.
Nachmittags erreichten wir total durchnässt aber glücklich und gesund unser heutiges Ziel, die Tutzinger Hütte und durften ein süßes kleines Dreibettzimmer für diese Nacht unser eigen nennen.

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