Donnerstag

Heute sollte uns der Tag bevorstehen, der uns am wenigsten gefiel. Wir blieben links des Rheins und radelten munter in Richtung Ludwigshafen los, natürlich erst, nachdem wir uns mit Reiseproviant für den Tag eingedeckt hatten. Zunächst empfing uns auch heute wieder eine schöne Natur. Selbst verblühte Disteln üben noch einen gewissen Reiz auf den aufmerksamen Betrachter aus. Dieser Bach war über und über mit Wasserlinsen übersät, so daß man die Wasseroberlfäche nicht sehen konnte,

was allerdings für das übrige Leben im Wasser nicht so günstig ist. Weiter ging es entlang des Hauptdeiches. Auch hier konnte man wieder ein altes Rheinwärterhäuschen sehen. Solche oder ähnliche haben wir in den vergangenen Tagen an verschiedenen Stellen des Rheins entdecken können.

Gegen Mittag erreichten wir dann Ludwigshafen. Es stank fürchterlich. Wir wollten hier wieder die Seite wechseln und über eine Brücke nach Mannheim fahren. Es machte überhaupt keinen Spaß. Wir “verradelten” schlappe 15 Kilometer im Stadtgebiet von Ludwigshafen und Mannheim bis wir das gröbste hinter uns lassen konnten. Kurz vor der Fähre über den Altrhein nach Sandhofen machten wir eine Pause. Nicht etwa weil es hier besonders schön war, eher das Gegenteil war der Fall, in unserem Blick war nur Industrie, aber es gab eine kleine Kneipe und wir hatten einfach Durst und Hunger. Danach setzten wir über und radelten munter unserem heutigen Etappenziel Lampertheim entgegen. Das Hotel Garni wollte uns wohl nicht und so mieteten wir uns im “Deutschen Haus” ein und wir waren zufrieden mit dieser Wahl. Abends bekamen wir dann sehr lieben Besuch. Angela (Milli) wohnt ganz in der Nähe und hat sich zu uns gesellt und wir haben einen netten Abend zusammen verbracht. Leider habe ich total versäumt ein Foto zu machen. Schade.