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Schon bald nach unserem Start am nächsten Morgen waren wir wieder von herrlicher Natur umgeben und hatten bald die Concorde vergessen. Nun ging es Richtung Rastatt. In Plittersdorf, das liegt nordwestlich von Rastatt, entschieden wir uns wieder auf die linksrheinische Strecke zu wechseln, um noch einige Kilometer in Frankreich zu radeln. Vor der dortigen Fähre machten wir eine kurze Würstchen- und Trinkpause und begaben uns dann gemütlich auf die nun zum dritten Mal anlegende Fähre.
Plötzlich mitten auf dem Rhein donnerte es am Himmel - und was war das? Die Concorde!! Sie war später dran als angekündigt und drehte noch eine Ehrenrunde. Es herrschte bei den paar Figuren auf der Fähre helle Aufregung und ich zögerte einen Moment zu lange um meinen Foto hervorzuholen und erwischte sie deshalb leider nicht von ihrer schönsten Seite, sondern nur gerade in dem Moment als sie unseren Blicken schon wieder entschwand. Aber wir haben sie gesehen!!!! Wir waren doch gar nicht interessiert, aber so ist das manchmal im Leben!!!!
Weiter ging es auf einsamen Wegen und ohne es zu merken überfuhren wir die Grenze (danke Europa!) und waren bald in Neuburg, unserem heutigen Etappenziel.In unserem Radwanderführer war hier ein Hotel “Zum Sternen” angegeben. Ein teurer Schuppen! Ein Passant erzählte uns von dem Gasthaus “Zur Sonne”, dort könne man auch übernachten. Fehlanzeige! Aber der dort arbeitende Mann erklärte, daß man gegenüber ein Zimmer finden könnte.
Im gleichen Augenblick kam ein Kleinlaster vorbei und hielt an und erzählte mir das gleiche. Der eine Arbeiter stieg aus und rief: “WILMA hier sind Leute die ein Zimmer suchen” und Wilma kam im kurzen Hemdchen und meinte sie hätte für uns den Saustall!!
Na gut, schauen wir uns den mal an. Es war darin wunderbar kühl, es war sauber, es gab eine Dusche, was wollten wir mehr? Sofort sorgten wir dafür, daß das Zimmer seinem Namen alle Ehre machte!! So sieht es nun mal aus, wenn man mit dem Radel unterwegs ist, irgendwie und irgendwann müssen die Klamotten ja auch mal gelüftet werden und das ist immer bei Ankunft am Übernachtungsort. Also übernachteten wir im Saustall. Aber jetzt brauchen wir aber erst mal etwas zu trinken. Es gibt Bier, Wasser, Wein und Äppelwoi, selbst gekelterten. Sie bringt uns einen großen Krug mit einer goldgelben Flüssigkeit und eine Flasche Wasser.
Hmm ist der lecker und süffig und es ist sooooo heiß. Wir leeren fast den ganzen Krug und erfahren dann so nebenbei, daß dieser Äppelwoi 12 % Alkohol, nicht wie unser “Frankfurter Stöffche”, nur so etwa 4 % hat - und wir merken es bald!!!!! Zum Essen gingen wir gerade gegenüber in die Sonne. Es gab Flammkuchen. Es war ein sehr netter Abend mit einem überaus lustigem jugoslawischem Wirt.
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