Samstag

Natürlich hatten wir keine Lust auf der französischen Seite weiter zu fahren. Warum natürlich? Ganz einfach, weil die Streckenführung hier zum größten Teil auf normalen Straßen, zwar teilweise nicht so stark befahrenen, aber eben dennoch Straßen, verläuft.

Wir zogen es vor wieder nach Breisach zur
ück zu fahren. Unterwegs konnten wir viele schöne Eindrücke mit uns nehmen.

 

 


Unser Weg verlief teilweise oben auf dem Damm oder als es dann zu heiß wurde unten zwischen Bäumen und an den verschiedensten Wassern, die von der Rheinbegradigung übrig sind. Diese kleinen Seen, die alle durch schmale Wasserläufe miteinander verbunden sind, begleiteten uns über weite Strecken. Hier gibt es sehr viele verschiedene Wasservögel zu beobachten und diese Landschaften sehen noch ziemlich ursprünglich aus; das hat uns sehr gut gefallen. Nun begleitete uns auf der rechten Seite der Kaiserstuhl und wir genossen die Landschaft und die uns umgebende Ruhe. Ruhe? Keine Spur. Ein Konzert der verschiedensten Vogelstimmen schloss uns förmlich ein; aber diesen “Krach” ertrugen wir mit Freude.

Unser heutiges Etappenziel war Wyhl. Das kennt natürlich auch wieder niemand. Muß man auch nicht kennen! Mir hat es überhaupt nicht gefallen. Ich habe dieses Nest kurzerhand Tatoodorf getauft. Ich habe keinen einzigen Menschen ohne Tätowierung gesehen und leider fast alles Typen, die in mein Vorurteilsbild (ich gebe es unumwunden zu) passen. Ich bin nicht grundsätzlich gegen Tatoos, aber es gibt auch hier wie überall und in allen Dingen entsprechende Unterschiede. Rasierte Schädel, entsprechende Klamotten, vulgäre Ausdrucksweise und Tätowierungen, das war mein Eindruck von Wyhl. Vielleicht tue ich diesem Dorf unrecht, aber andere Menschen habe ich leider nicht gesehen, möglicherweise trauen sie sich nicht vor die Tür!