Freitag
Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns gut gelaunt auf zur zweiten Etappe. Heute sollte es nach Colmar gehen.

Kurz bevor wir Breisach erreichten, schauten wir uns die Strecke noch einmal genau an, denn dort mußten wir über eine Brücke die Rheinseite wechseln. Hier entschieden wir uns auch in Colmar ein Zimmer zu reservieren, denn wir vermuteten, daß es eventuell schwierig sein könnte eines zu finden, da am 19.6. Feiertag war und vielleicht deshalb Kurzurlauber diese Tage eben in Colmar verbringen. In dem von uns favorisierten Haus gab es leider nichts mehr. Nach einigen Telefonaten buchten wir dann im “Jardin du Bonheur”.


Nun ging es weiter durch die Festung Neuf-Brisach, wo wir uns allerdings erst einmal ein Eis schmecken ließen. Auf unserem weiteren Weg kamen wir an mehreren alten Schießscharten vorbei.

In Colmar angekommen fanden wir auch dann nach einigen Befragungen der Passanten das besagte “Hotel”. Wir waren geschockt. Das Haus sah richtig düster und schmutzig aus. Der Eingang, der aus einer riesengroßen alten Tür bestand, war verschlossen. Ziemlich weit oben gab es eine Klingel, das Namensschild daneben war kaputt und ohne irgendeinen Hinweis daß es sich hier um den Hoteleingang handeln könnte. Es war alles sehr sehr merkwürdig. Am Haus selbst waren chinesische Schriftzeichen angebracht, es muß wohl ein solches Restaurant dort untergebracht sein. Aber es war einfach nicht richtig zu erkennen und die Fenster waren eklig und die Vorhänge unwahrscheinlich schmuddelig. Wir machten uns schleunigst davon, denn dort wollten wir auf gar keinen Fall übernachten. Ich war so geschockt, daß ich leider vergaß von diesem “tollen Hotel” ein Foto zu machen. Wir überlegten dann, was der Name bedeutet: Garten zur guten Stunde oder so ähnlich. Na ja, man könnte hinter dieser Fassade etwas ganz anderes vermuten, eventuell ein bestimmtes Etablissement!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Aber wir hatten Glück und haben ein schönes Hotel gefunden, es war zwar etwas teurer, aber das war uns nun auch vollkommen egal.

Nachdem wir uns geduscht und umgezogen hatten genehmigten wir uns auf diesen gut überstandenen Schreck in diesem gemütlichen Lokal direkt über dem Wasser erst einmal einen Pastisse. Er schmeckte einfach köstlich.

Nach einem Stadtbummel und einem Besuch eines Modegeschäftes (*grins*) gingen wir gemütlich essen und machten danach noch einen Spaziergang und genossen diese eigenwillige Stimmung von Colmar und sahen und hörten den verschiedensten Darbietungen von Straßenmusikaten zu.